Dienstag, 19. Februar 2013

"Glücksmomente" - Nur eine Geschichte!?


Eine Geschichte vom Glück … und der Kunst, es zu (er)fassen!
 
Vor vielen vielen Jahren, in einer Zeit, als man sich noch Geschichten über das Glück erzählte, da muss sich folgende Begebenheit ereignet haben, von der ich neulich gehört habe ...





Es war einmal eine nette kleine Familie, die lebte „eigentlich“ ganz gut. - Sie hatten ein Auto, eine schöne Wohnung, sie waren gesund und fuhren in regelmäßigen Abständen in den Urlaub.

Diese Urlaube war für alle immer etwas ganz Besonderes, weil sie viel Zeit miteinander verbringen konnten, alle viel ruhiger und irgendiwe auch glücklicher waren. Doch leider, waren es eben immer nur zwei oder drei Wochen, von denen sie dann, das ganze restliche Jahr, zehren mussten.

Gerne erzählten sie sich hin und wieder von ihren Plänen und Zielen, saßen zusammen und schwärmten sich gegenseitig vor: 

Der Mann meinte: „Ich strenge mich an und werde sicher Abteilungsleiter!“ „Ich werde so viel arbeiten, dass ich mehr verdiene, als Deine Schwester, die immer so fürchterlich angibt“, erwiderte seine Frau, „und eine bessere Hausfrau und Mutter bin ich sowieso!“ „Ich werde ganz sicher die Beste in meiner Klasse“, rief die kleine Tochter, die gerade erst eingeschult worden war, und „Ich, ich werde bald mit meinem Studium fertig sein und alle werden sich darum reißen, mir eine Arbeit anzubieten“, triumphierte der Sohn.

Merkwürdigerweise sahen ihre Augen in diesen Momenten immer sehr erschöpft aus, das Lächeln wich aus ihren Gesichtern und sie sprangen auf, um sich geschäftig Tätigkeiten zu widmen, von denen sie glaubten, dass sie sie ihrem Ziel näher bringen würden.

Der Frau fiel auf, dass alle immer stärker eingespannt wurden und immer weniger Zeit für Gemeinsamkeiten blieb. Dadurch, so schien es, verlernten sie sogar, miteinander zu sprechen und sich die Zeit zu nehmen, dem Anderen tatsächlich zu zuhören und zu verstehen, was ihn bewegte.

Mit der Zeit wurden ihre gemeinsamen Plauderabende immer seltener und auch die Urlaube veränderten sich. Irgendwann wussten sie kaum noch, was sie miteinander anfangen sollten und die Frau beschloss, etwas zu unternehmen.

Sie machte sich auf den Weg zu einer weisen Frau, oder war es ein Mann – irgendwie wusste sie es später gar nicht mehr so genau. - Jedenfalls erzählte sie dieser oder diesem ihre Geschichte, weinte sogar hin und wieder dabei, weil sie so un – glücklich war und tief in ihrem Herzen wusste, dass es den anderen Familienmitgliedern ebenso erging.

Zwar waren sie nach außen immer noch die Familie, die „eigentlich“ ganz passabel lebte und „eigentlich“ hatten sie ja auch alles, aber glücklich waren sie irgendwie trotzdem nicht. Nur warum das so war, dass wußte sie leider nicht!
 
Die weise Frau hörte ihr aufmerksam zu, ließ sie eine Zeit lang weinen und wartete geduldig, bis sie sich ein wenig beruhigt hatte. – Dann stand sie langsam auf, ging an einen geheimnisvollen alten Holzschrank, dessen Türen sich knarrend und anscheinend äußerst schwergängig öffneten und holte ein kleines buntes Säckchen heraus.

Sie legte es der immer noch schluchzenden Frau in die Hand und sagte: „Dieses Säckchen wird Dir Dein Glück zeigen und Dich lehren, ihm die Aufmerksamkeit zu schenken, die ihm gebührt!“



Augenblicklich hörte die Frau auf zu weinen. Was mochte in diesem Säckchen wohl drin sein, dass solche Kräfte besitzen sollte? Vorsichtig schnürte sie es auf, schaute hinein und dachte, ihren Augen nicht zu trauen.

„Murmeln?“, schrie sie auf. „Wie sollen mir denn Murmeln mein Glück zeigen und mich lehren im die Aufmerksamkeit zu schenken, die ihm gebührt?“ Die Weise lächelte sanft, drehte sich um und verschwand aus dem Raum.

Achtlos und enttäuscht steckte die Frau das Murmelsäckchen in ihre Tasche und machte sich auf den Heimweg. Unterwegs sah sie einen alten Mann, der eine Mülltonne nach etwas Essbarem untersuchte. Da ihr einfiel, dass sie noch einige Äpfel vom Einkauf in ihrer Tasche hatte, ging sie auf den Mann zu und schenkt ihm einen Apfel. Der Mann sagte kein Wort, sah sie nur für wenige Sekunden vollkommen dankbar an und blickte dann zu Boden. Als die Frau weiterging, wurde ihr ganz warm ums Herz und sie fühlte sich irgendwie - unerklärlich glücklich. Der Blick des Mannes ging ihr nicht aus dem Kopf und gedankenverloren nahm sie eine Murmel aus dem Säckchen, dass sie in ihrer Manteltasche trug und legte es in ihre andere Manteltaschen. Ebenso tat sie es, als plötzlich mitten auf der Einkaufsstraße ein wunderschöner Schmetterling vor ihr auftauchte, als die Sonnenstrahlen nach einer Regenschauer plötzlich durch die Wolkendecke brachen und sie fast blendeten und als sie, zu Hause angekommen, ihre Familie erblickte.

Da begriff sie, was die Weise ihr hatte sagen wollen und wie wertvoll ihre Gabe war.

Gedankenverloren hatte sie auf dem Heimweg jedesmal, wenn sie einen glücklichen Moment erlebt hatte eine der Murmeln von der einen Manteltasche in die andere Manteltasche gesteckt und als sie diese nun hervorholte, da wurden ihr all diese Glücksmomente bewusst und verankerten sich in ihrem Herzen und ihrer Seele, die in diesem Moment fast überquollen, vor lauter Glück.



Am nächsten Tag ging sie noch einmal zu der Weisen und bat um drei weitere Glücks-Säckchen, denn sie wollte, dass auch ihr Mann und ihre Kinder sich ihres Glückes wieder bewusst werden konnten und ihm die Aufmerksamkeit schenkten, die Glücksmomenten nun einmal gebührt.

Von nun an verbrachten sie wieder viel mehr Zeit miteinander, waren unbeschwerter, weniger gehetzt und irgendie glücklicher! Sie tauschten ihre Murmeln, wenn sie einander sahen, wenn sie Zeit miteinander verbringen konnten, wenn sie aneinander denken konnten, wenn sie sich an der Natur erfreuen konnten und wenn glückliche „Zufälle“ sie ihrem Zielen näher brachten.

Denn diese hatten sie nicht aus den Augen verloren, doch ihnen war wieder bewusst, dass das Glück nicht dort aus sie wartete, sondern Ihnen jeden Tag begegnet, wenn sie es zulassen und ihm Beachtung schenken.

Sie würdigten wieder die vielen kleinen Glücksmomente in ihrem alltäglichen Leben, schenkten ihnen die Aufmerksamkeit, die ihnen gebührt und waren sich ihres Glückes wieder bewusst.

Die Glücks-Säckchen waren von dieser Zeit an ihre stetigen Begleiter, denn nie wieder wollten sie aus den Augen verlieren, wie reich sie jeden Tag von ihrem Leben beschenkt wurden ...



Ach, eine schöne Geschichte, findet Ihr nicht auch? Aber irgendwie auch schade, dass es "nur" eine Geschichte ist ... aber steckt nicht auch in jeder Geschichte ein kleines Stückchen Wahrheit?!
Na wie dem auch sei, ich jedenfalls wünsche Euch und mir ganz viele bewusste Glücksmomente!

Herzliche Grüße
Monika Köppel  

Pssst! ... wer sich Selbst oder Anderen ein solches Glücks-Säckchen schenken möchte findet diese natürlich bei
Happy Soulmate ... bleibt Achtsam für Euer Glück!

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