Montag, 19. November 2012

Spenden für Frauenhäuser? Warum?

Der Begriff "Frauenhaus" ist sicherlich vielen geläufig, aber wer weiß eigentlich, was sich tatsächlich hinter einer solchen Einrichtung und Institution verbirgt? ...


Da ich Frauenhäuser als eine mögliche Spendenalternative bei meiner Umfrage angegeben habe, möchte ich hier ein wenig Hintergrundwissen liefern, warum diese Institutionen eine große Errungenschaft der so genannten zweiten Frauenbewegung sind, was die Arbeit in solchen Frauenhäusern so bedeutsam macht und warum es wichtig ist, Unterstützungsleistungen anzubieten.

Ziel der Frauenhäuser ist es, Frauen und Kindern, die in ihrem häuslichen Umfeld Misshandlungen erfahren haben, einen Zufluchtsort zu bieten.

Die Formen der Misshandlungen können dabei sehr unterschiedlich ausfallen und sind oftmals für Außenstehende nur schwer erkennbar. Während körperliche Gewalt bei den Betroffenen in der Regel deutlich erkennbare Spuren in Form von Wunden, Prellungen und Hämatomen hinterlässt, zählt die psychische Gewalt zu den eher verdeckten Formen von Gewalt. Dabei hinterlässt gerade diese Form zum Teil noch schwerwiegendere Verletzungen, als dies bei körperlicher Gewalt der Fall ist.

Insbesondere Kinder werden nicht selten so schwer traumatisiert, dass die Folgen ihr gesamtes weiteres Leben überlasten. Dabei steht die Schwere der Traumatisierung nicht unbedingt in Zusammenhang mit der "eigenen" Gewalterfahrung. Auch das Miterleben von Gewalt gegen die Mutter kann Kinder nachhaltig traumatisieren.

Welche Form der Hilfe bieten Frauenhäuser derartig belasteten Frauen und Kindern an?

Zunächst handelt es sich, wie bereits erwähnt um Zufluchtstätten, deren Anschrift geheim ist. Dies ist deshalb notwendig, weil die Betroffenen sonst einerseits nicht vor weiteren Übergriffen ihrer Peiniger sicher wären und andererseits nicht den dringend erforderlichen (geschützten) Rahmen hätten, um sich körperlich und psychisch von ihren Misshandlungen zu erholen.

Das Angebot für Frauen und Kinder besteht darin, Abstand zu ihrem dysfunktionalen häuslichen Umfeld zu gewinnen, die traumatischen Erlebnisse (falls gewünscht) mithilfe professioneller Begleitung aufzuarbeiten und neue Lebensperspektiven zu entwickeln. Alles kann, aber nichts muß! Das Motto lautet Hilfe zur Selbsthilfe.

Das erste Frauenhaus wurde 1976 in Berlin eröffnet. Seitdem sind in vielen Städten neue Frauenhäuser hinzugekommen. Die Kontaktaufnahme erfolgt in der Regel über entsprechend benannte Ansprechpartnerinnen, die entweder über die jeweilige Stadt oder überregional zu finden sind.

Weiterführende Links:
http://www.frauennrw.de/einrichtungen/Bergisch_Gladbach_Frauenhaus/index.php
http://www.frauenhelfenfrauen-gl.de/
http://www.frauen-info-netz.de/
http://www.frauenhaus-koeln.de/

Beteiligt Euch also bitte weiterhin an der Umfrage zum Spendenzweck - denn Eure Unterstützung ist wichtig! Abstimmen könnt Ihr gleich hier, im Blog oder bei Facebook unter: http://www.facebook.com/pages/Happy-Soulmate/188602111247276

Es grüßt Euch herzlich Eure
Monika Köppel


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